{"id":152,"date":"2016-07-04T09:42:07","date_gmt":"2016-07-04T09:42:07","guid":{"rendered":"http:\/\/hagru.at\/judikatur\/?p=152"},"modified":"2016-11-08T08:37:55","modified_gmt":"2016-11-08T08:37:55","slug":"strafbemessung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/?p=152","title":{"rendered":"Strafbemessung"},"content":{"rendered":"<p>Das Vorbringen l\u00e4uft auf die Behauptung einer &#8222;<span class=\"highlighted\">Gleichheit im Unrecht<\/span>&#8220; hinaus, die es nicht gibt (vgl.\u00a0VwGH vom 23.06.2008, 2007\/05\/0150, mwN).<\/p>\n<p>Bei der Frage, ob die Beh\u00f6rde ihr Ermessen (hier: bei der Strafbemessung) rechtsrichtig in dem ihr zustehenden Rahmen ausge\u00fcbt hat, kommt es nicht darauf an, ob sie in einem anderen, gleich oder \u00e4hnlich gelagerten Fall von ihrem Ermessen in gleicher Weise (oder anders) Gebrauch gemacht hat (VwGH vom 26.01.2001, 96\/02\/0011, mwN).<\/p>\n<p>Die Bemessung der Strafe ist eine Ermessensentscheidung der Beh\u00f6rde, die nach den vom Gesetzgeber in \u00a7 19 VStG festgelegten Kriterien vorzunehmen ist. Vom Verwaltungsgerichtshof ist daher (blo\u00df) zu pr\u00fcfen, ob die Beh\u00f6rde von dem ihr einger\u00e4umten\u00a0Ermessen im Sinne des Gesetzes Gebrauch gemacht hat, d.h. ob die verh\u00e4ngte Strafe unter Bedachtnahme auf die Strafbemessungsgr\u00fcnde vertretbar erscheint (vgl. VwGH vom 06.04.2005, Zl. 2003\/04\/0031).<\/p>\n<p>Dass bei einem Ungehorsamsdelikt kein Schaden eingetreten ist, kommt im \u00dcbrigen nach der hg.\u00a0Rechtsprechung nicht als Milderungsgrund in Betracht (vgl.\u00a0etwa das hg.\u00a0Erkenntnis vom 20.07.2004, Zl.\u00a02002\/03\/0223, mwN).<\/p>\n<p>Die Einkommens- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Beschuldigten sind bei der Bemessung von Geldstrafen im Sinne des \u00a7 19 Abs. 2 letzter Satz VStG zu ber\u00fccksichtigen. Dazu wurde in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes bereits erkannt, dass die Verh\u00e4ngung einer Geldstrafe auch dann gerechtfertigt ist, wenn der Bestrafte kein Einkommen bezieht (vgl. VwGH\u00a0vom 15.10.2002, 2001\/21\/0087, mwN), und selbst das Vorliegen ung\u00fcnstiger Einkommens- und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse nicht bedeutet, dass Anspruch auf Verh\u00e4ngung der Mindeststrafe besteht (vgl. VwGH\u00a0vom 16.09.2009, 2009\/09\/0150, mwN).<\/p>\n<p>Die H\u00f6he der Ersatzfreiheitsstrafe ergibt sich auf Grund der jeweils festgesetzten Geldstrafe sowie dem in der jeweiligen Strafsanktionsnorm angedrohten Strafrahmen, wobei diese nicht nach einem festen Umrechnungsschl\u00fcssel zu bemessen ist (vgl. dazu VwGH vom 25.01.1988, 87\/10\/0055).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Vorbringen l\u00e4uft auf die Behauptung einer &#8222;Gleichheit im Unrecht&#8220; hinaus, die es nicht gibt (vgl.\u00a0VwGH vom 23.06.2008, 2007\/05\/0150, mwN). Bei der Frage, ob die Beh\u00f6rde ihr Ermessen (hier: bei der Strafbemessung) rechtsrichtig in dem ihr zustehenden Rahmen ausge\u00fcbt hat, kommt es nicht darauf an, ob sie in einem anderen, gleich oder \u00e4hnlich gelagerten Fall &hellip; <a href=\"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/?p=152\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Strafbemessung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-152","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-verwaltungsstrafrecht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=152"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":318,"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/152\/revisions\/318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hagru.at\/judikatur\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}